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01.07.2015

Das richtige Medikament für den richtigen Patienten

Kölner Hochschulerfindung „Vim3 antibody“ beim PerMediCon Award 2015 nominiert
Krankheiten sind so individuell wie Menschen – eine Erkenntnis, die im Bereich der Personalisierten Medizin Anwendung findet:


Bei der Identifizierung des genetischen Krankheitsrisikos, bei der Krankheitsprognose und bei der Therapieentscheidung. Für den Patienten heißt das, dass er auf Basis eines diagnostischen Tests auf das für ihn am besten geeignete Medikament in der richtigen Dosierung hoffen kann.

Genau dieses Thema lag im Fokus der diesjährigen PerMediCon, der innovativen Kongressmesse für personalisierte Medizin, die am 23. und 24. Juni 2015 in Köln stattfand: über 400 Experten aus sieben Ländern diskutierten über Fortschritte und Herausforderungen im Bereich der Onkologie. Erstmalig gab es im Rahmen der PerMediCon auch einen Publikumstag, an dem die Deutsche Krebshilfe beteiligt war. Das wissenschaftliche Programm wurde durch den „Call for Projects“ bereichert: Innovative und anwendungsorientierte Projekte, die auf Produkte, Technologien und Dienstleistungen im Kontext der personalisierten Medizin abzielen, wurden im Rahmen des PerMediCon Award 2015 vorgestellt.

Unter den 14 Nominierten konnte sich auch die Kölner Hochschulerfindung „Vim3 Antibody – Use of Vimentin3 for the diagnosis an differentiation of benign and malignant renal carcinoma“ positionieren. Bisher gab es keine zuverlässige Möglichkeit, gutartige von bösartigen Nierentumoren zu unterscheiden. Die Wissenschaftler des Uniklinikums Köln Prof. Dr. med. Jochen Fries und Dr. Melanie von Brandenstein konnten jetzt mit Hilfe des neu entdeckten Protein Vim3 Nierentumore erstmalig eindeutig testen.

Die Differenzierung erfolgt immunhistologisch: Wird ein Protein namens Vimentin im Tumorgewebe mittels Anfärbung nachgewiesen, so lautet die Diagnose bösartiger Tumor. Das Problem hierbei: Bösartige Nierenkrebszellen (RCCs) können gutartige Tumorzellen (Onkozyten) imitieren - mit der Konsequenz, dass kein Krebs, sondern fälschlicherweise ein gutartiger Tumor diagnostiziert wird. Umgekehrt erfolgt der positive Nachweis von Vimentin fälschlicherweise zu 70% auch in gutartigen Nierentumoren. Die fatale Folge der Fehldiagnose: eine falsche Therapie.

Der eindeutige Test könnte in Zukunft großes Potenzial für ein personalisiertes Behandlungskonzept bieten. PROvendis, die Patentvermarktungsgesellschaft der 27 NRW-Hochschulen, hat sich zum Ziel gesetzt, diese innovative Erfindung aus der wissenschaftlichen Forschung in die medizinische Praxis und damit in die Gesellschaft zu bringen.

Quelle: PROvendis GmbH