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18.11.2014

Innovationsstandort Deutschland – Hochschulpatente als Motor

Konferenz der TechnologieAllianz zieht positives Resümee und wirft Blick voraus – Prof. Dr. Heinz Riesenhuber hat Schirmherrschaft übernommen


Mülheim an der Ruhr, 18. November 2014 – Die Herausforderungen und Perspektiven der Patentverwertung an Hochschulen in Deutschland stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz der TechnologieAllianz e. V. Namhafte Referenten aus Wirtschaft, Hochschulen und Politik beleuchten das deutsche Patentverwertungsmodell und diskutieren über Visionen, Nutzen und Potentiale von Hochschulpatenten und deren Vermarktung. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung des bundesweiten Netzwerkes der Technologie- und Patentverwertungsagenturen hat der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesminister Prof. Dr. Heinz Riesenhuber übernommen. Vertreter des BMWi sowie der Hochschulrektorenkonferenz eröffnen den Informationsaustausch.

Um die Forschungsergebnisse der deutschen Hochschulen stärker einer gewerblichen Anwendung zuzuführen, hat der Bund im Jahr 2002 das Gesetz über Arbeitnehmererfindungen geändert und die Einrichtung von Patentverwertungsagenturen (PVA) gefördert. Bei den PVAs, die sich in der TechnologieAllianz zusammengeschlossen haben, bewerten und vermarkten heute insgesamt über 120 professionelle Innovationsmanager mit ausgewiesener Fach- und Branchenexpertise Erfindungen aus Hochschulen. Sie beraten und unterstützen Unternehmen und Existenzgründer bei ihrer Suche nach neuen Verfahren und Produkten und informieren gezielt über geschützte Forschungsergebnisse. Die TechnologieAllianz-Konferenz 2014 nimmt eine Standortbestimmung vor und erörtert, inwieweit sich die Erwartungen von damals erfüllt haben, welchen Nutzen das etablierte System bietet und wie das System weiterentwickelt und letztendlich das Potential noch weiter erschlossen werden kann.

Im Rückblick kann die TechnologieAllianz als Expertennetzwerk für die Vermarktung innovativer Technologien aus deutschen Hochschulen auf zahlreiche Erfolgsgeschichten verweisen, die Beleg für eine gelungene Kommerzialisierung von Patenten sind. In der Sektion „Patentverwertung deutscher Hochschulen – Von der Forschung zum Produkt“ zeigen vier ausgewählte Success Stories aus der Perspektive der Praxis, welche herausragenden Produkte daraus entstanden sind und weiter entstehen. Dazu gehören eindrucksvolle Entwicklungen wie etwa das innovative Neuromonitoring während chirurgischer Eingriffe an den Beckenorganen, das dem Schutz wichtiger Körperfunktionen dient, oder auch ein tragbarer Wasserrucksack als zuverlässige Wasserfiltereinheit zum Einsatz in Not- und Katastrophensituationen.

Die Entwicklung des flächendeckenden Systems von PVAs und der Ausbau ihrer Leistungen sind bis zum heutigen Zeitpunkt sehr erfolgreich verlaufen. Das Potenzial erscheint jedoch noch keineswegs ausgeschöpft. So betont Prof. Dr. Heinz Riesenhuber in seinem Grußwort zur Konferenz, dass die Anstrengungen auf allen Ebenen verstärkt werden müssen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten: „Wir müssen das Innovationspotential der Hochschulen noch besser erschließen. Das ist für den Innovationsstandort Deutschland essentiell. Es reicht nicht mehr, gute Forschung zu betreiben - sie muss auch effizienter und schneller in neue Produkte umgesetzt werden. Entscheidend für den Erfolg sind zuallererst das Engagement der Wissenschaftler und die Strategien der Hochschulen selbst. Politik, Bund und Länder müssen für den Technologietransfer die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.“

„Schutz und Verwertung von Know-how sind für Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen bedeutsam“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende der TechnologieAllianz Alfred Schillert. „Neben den traditionellen Strukturkomponenten des Wissens- und Technologie-Transfers (WTT) muss insbesondere die seit 2002 initiierte neue Strukturkomponente ‚Aktive Know-how- und Patentverwertung‘ weiterentwickelt und von ergänzenden Maßnahmen wie einer unternehmensorientierten Validierung flankiert werden.“







Über die TechnologieAllianz
Die 1994 gegründete TechnologieAllianz e.V. ist ein Verbund deutscher Technologie- und Patentverwertungsagenturen und agiert als bundesweites Netzwerk zur Vermarktung von Technologien aus der deutschen Wissenschaft. Die 28 Mitglieder der TechnologieAllianz vertreten über 200 wissenschaftliche Einrichtungen mit mehr als 100.000 patentrelevanten Wissenschaftlern und erschließen Unternehmen das gesamte Spektrum innovativer Forschungsergebnisse deutscher Hochschulen und außeruniversitärer Forschungsstätten. Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnerverbänden wie dem BDI oder der ATTP (Association of University Technology Managers) sowie dem in Leiden (NL) ansässigen Verband der europäischen Wissenstransfereinrichtungen ASTP-ProTon dienen der Optimierung der Verwertungsinfrastruktur. Dienstleistungen von TechnologieAllianz-Mitgliedern werden teilweise finanziert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen der Förderinitiative SIGNO Deutschland, die Hochschulen, Unternehmen und freie Erfinder bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung ihrer Ideen unterstützt.

Eine Auswahl von Technologieangeboten kann unter www.technologieallianz.de eingesehen beziehungsweise auf Nachfrage bei der Geschäftsstelle der TechnologieAllianz angefordert werden. Unter www.inventionstore.de erhalten Unternehmen Zugang zu neuesten patentierten Spitzentechnologien deutscher Forschung. Interessierte Nutzer können ihr individuelles Interessenprofil definieren und beziehen anschließend automatisch, kostenlos und tagesaktuell per E-Mail Informationen zu den für sie relevanten Technologien und Verfahren.


Ansprechpartner und weitere Informationen:
Laure Wolkers
TechnologieAllianz e. V.
Geschäftsstelle / Main office
c/o PROvendis GmbH
Schloßstraße 11
D-45468 Muelheim an der Ruhr / Germany
Phone: +49 (0) 208 94 15 89 70
Fax: +49 (0) 208 94 10 55 0
laure.wolkers@technologieallianz.de
www.technologieallianz.de
www.inventionstore.de




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Quelle: TechnologieAllianz e.V.