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12.03.2013

Neue Methode zur Herstellung von Impfstoffen

Am 13. und 14. März wird auf dem Kongress Forum Life Science eine neue Methode der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zur Herstellung von Impfstoffen vorgestellt.

Die bayerischen Universitäten bringen jedes Jahr zahlreiche Innovationen im biologisch-medizinischen Bereich hervor, die oftmals die Grundlage für neue Behandlungsansätze für verschiedene Krankheiten darstellen. Am 13. und 14. März wird auf dem Kongress Forum Life Science eine neue Methode der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) vorgestellt, mit der Impfstoffe innerhalb sehr kurzer Zeit für spezifische Bakterienstämme hergestellt werden und auch zur Behandlung multiresistenter Bakterien eingesetzt werden können.

Die Zunahme multiresistenter Bakterien stellt weltweit eine ernstzunehmende Herausforderung dar. Die Bakterien befallen sowohl Patienten als auch Krankenhaus-Personal und können ernsthafte Infektionen verursachen, die nur schwierig oder überhaupt nicht mit herkömmlichen Antibiotika zu behandeln sind. Die steigende Anzahl medikamentenresistenter Bakterienstämme führt so jährlich zu vielen Todesfällen bei Menschen wie auch bei Nutztieren. Ein wissenschaftliches Team um Dr. Andreas Wieser und Prof. Dr. Schubert von der LMU hat nun eine Methode entwickelt, Impfstoffe herzustellen, die an bestimmte Bakterienstämme angepasst werden können und die innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen.

Die neue Methode basiert auf der Herstellung von bakteriellen Membran-Nanopartikeln mit Hilfe von Gentechnik. Dabei werden einer betroffenen Person Bakterien entnommen, genetisch verändert und in einer Nährlösung vermehrt. Anschließend werden die Nanopartikel der Bakterien, die für jeden Bakterienstamm spezifisch sind, isoliert und zur Basis des neuen Impfstoffs umformuliert. Eine Impfung mit dieser Substanz führt zur Bildung von entsprechenden Antikörpern gegen Proteine und Kapseldeterminanten, die auf der Außenmembran spezifischer Bakterienstämme sitzen. Ein Vorteil der neuen Methode liegt unter anderem in der kurzen Herstellungszeit eines neuen Impfstoffs von unter zwei Wochen. Darüber hinaus kann der Impfstoff mit Hilfe herkömmlicher molekularbiologischer Labortechniken gewonnen und vor Ort produziert werden.

Die Wissenschaftler suchen nun nach industriellen Partnern, die die Entwicklung der neuen Technologie vorantreiben und zur Marktreife weiterentwickeln. Die Methode wird neben weiteren Erfindungen der bayerischen Universitäten am Stand der Patentverwertungsagentur Bayerische Patentallianz GmbH vorgestellt. Auf der Forum Life Science, die in Garching stattfindet, werden ca. 700 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft erwartet. Neben den zahlreichen Informationsständen in den Räumlichkeiten der Technischen Universität München werden informative Vorträge aus den Bereichen Pharma, Ernährung und Chemie angeboten. Weitere Informationen finden Sie unter www.bayern-innovativ.de/fls2013.



Quelle: Bayerische Patentallianz GmbH