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18.09.2012

„Deutschland – Land der Ideen“ und Deutsche Bank prämieren innovative Oberflächenbeschichtung nach dem Vorbild der Natur

Funktionelle Oberflächenmodifikation der JLU Gießen erhält Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“ – Offizielle Preisverleihung beim Kooperationsnetzwerk timm und der TransMIT GmbH

Gießen, 18. September 2012 – Im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung in den Räumen der TransMIT GmbH hat das von Prof. Wolfgang Maison und seinen Mitarbeitern an der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen entwickelte Projekt „Funktionelle Oberflächenmodifikation“ heute die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ erhalten. Die für ein weites Feld von Einsatzmöglichkeiten bedeutsame Erfindung der Forscher ermöglicht eine dauerhaft hygienische Beschichtung von Metall- und Knochenoberflächen und eröffnet so gänzlich neue Perspektiven für zahlreiche Anwendungsfelder unter anderem in sensiblen Hygienebereichen von Krankenhäusern oder der Implantatmedizin.

In Deutschland infizieren sich pro Jahr bis zu einer Million Menschen mit krankheitserregenden Mikroorganismen, besonders in Kliniken und der Gastronomie. Die Erreger werden meist über Oberflächen wie Türklinken oder Sanitärarmaturen weitergegeben. Prof. Maison hat am Institut für Organische Chemie der JLU Gießen neuartige Verbindungen entwickelt, die sich an Vorbildern aus der Natur, zum Beispiel dem natürlichen „Klebstoff“ von Muscheln, orientieren. Durch die Beschichtung von Oberflächen mit diesen Verbindungen können Infektionen und Anlagerungen von Bakterien und Proteinen ohne Antibiotika verhindert werden. Das Patent der JLU wird von der TransMIT GmbH betreut und verwertet. Prof. Maison ist Leiter des in diesem Jahr gegründeten TransMIT-Projektbereichs für biomimetische Oberflächenbeschichtung. Das bei der TransMIT angesiedelte Clustermanagement „timm“ (Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen) unterstützt und begleitet Prof. Maison darüber hinaus in seinem aktuellen Projekt der biomimetischen Oberflächenbeschichtung beim hessischen Patentfonds.

Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird seit 2006 von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert. Christoph Rommel, Filialdirektor der Deutschen Bank in Gießen, überreichte Prof. Wolfgang Maison und seiner Mitarbeiterin Elisa Franzmann die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“ und betonte: „Die TransMIT ist ein lebendiges Beispiel für die Kreativität und Innovationskraft des deutschen Mittelstands.“

Dr. Peter Stumpf, Geschäftsführer der TransMIT GmbH, kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein.“ Neben der außerordentlichen wissenschaftlichen Leistung der Preisträger verwies Dr. Stumpf in seiner Begrüßungsrede insbesondere auf die wichtige Rolle des Kooperationsnetzwerkes Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen, auf dessen Initiative die Anmeldung des Projektes „Funktionelle Oberflächenmodifikation“ beim bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ zurückgeht: „Ohne den Einsatz der Mitarbeiter von ‚timm‘ wäre es gar nicht erst zu einer Teilnahme des Projektes beim Wettbewerb gekommen. Die Auszeichnung ist insofern nicht zuletzt eine Anerkennung für das Engagement des Clustermanagements für die Medizinregion Mittelhessen, das sich gegenwärtig auch intensiv und erfolgreich um die Weiterführung verschiedener auf der Erfindung von Prof. Maison basierenden Vorhaben kümmert.“

Nach der Würdigung der Erfinder in Grußworten von Prof. Dr. Eva Burwitz-Melzer, Vizepräsidentin der JLU Gießen, sowie des Repräsentanten der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, Emanuel von Bodman, hob auch der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Helge Braun, in seiner Ansprache vor namhaften Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik die mit der Auszeichnung verbundene Wertschätzung für den wissenschaftlichen Innovationsprozess und dessen maßgebliche Bedeutung für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit hervor.

„Hinter den ‚Ausgewählten Orten 2012‘ stehen Ideen, die begeistern – von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland“, begründete Christoph Rommel das Engagement der Deutschen Bank. Aus über 2.000 Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern die „Funktionelle Oberflächenmodifikation“ der JLU Gießen als Preisträger aus.


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Quelle: TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH