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07.05.2012

Wissenschaftler der JLU Gießen in Hessischer Staatskanzlei geehrt

Gießener Forscherin und Projektbetreuerin der TransMIT GmbH nehmen offizielle Ehrentafel des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ entgegen

Gießen, 7. Mai 2012 – Eine Forschergruppe der Justus-Liebig-Universität Gießen zählt in diesem Jahr zu den 29 hessischen Preisträgern im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Die von Prof. Dr. Wolfgang Maison und seinen Mitarbeitern am Institut für Organische Chemie der JLU Gießen gemachte Erfindung eröffnet gänzlich neue Perspektiven für zahlreiche Anwendungsfelder unter anderem in sensiblen Hygienebereichen von Krankenhäusern oder der Implantatmedizin.

Bei einem Empfang in der Staatskanzlei in Wiesbaden begrüßte am vergangenen Donnerstag Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, Vertreter der hessischen „Ausgewählten Orte“. Diese sind Beispiele für die ausgeprägte Innovationskultur und Spiegelbild bedeutender Zukunftstrends. Um das Engagement der Menschen zu fördern und vorbildliche Ideen sichtbar zu machen, realisiert die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank bereits seit 2006 den bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“.

Mit dem „Ausgewählten Ort 2012“ Gießen wird die für ein weites Feld von Einsatzmöglichkeiten bedeutsame Erfindung einer funktionellen Oberflächenmodifikation ausgezeichnet, die eine dauerhaft hygienische Beschichtung von Metall- und Knochenoberflächen ermöglicht. In Deutschland infizieren sich pro Jahr bis zu einer Million Menschen mit krankheitserregenden Mikroorganismen, besonders in Kliniken und der Gastronomie. Die Erreger werden meist über Oberflächen wie Türklinken oder Sanitärarmaturen weitergegeben. Die Wissenschaftler um Prof. Wolfgang Maison haben an der Justus-Liebig-Universität Gießen neuartige Verbindungen entwickelt, die sich an Vorbildern aus der Natur, zum Beispiel dem „Klebstoff“ von Muscheln, orientieren. Durch die Beschichtung von Oberflächen mit diesen Verbindungen können Infektionen und Anlagerungen von Bakterien und Proteinen ohne Antibiotika verhindert werden. Das Patent wird von der TransMIT GmbH betreut und verwertet.

Staatsminister Axel Wintermeyer beglückwünschte die Gießener Wissenschaftler für ihre Leistungsfähigkeit und überreichte die offizielle Ehrentafel des Wettbewerbs an die Miterfinderin Dipl.-Chem. Elisa Franzmann und Dr. Karin Wieligmann, die für die Betreuung des Projekts bei der TransMIT GmbH zuständig ist. „Die ‚Ausgewählten Orte 2012‘ unterstreichen die Vielfalt unseres Landes in eindrucksvoller Weise. In allen sechs Wettbewerbskategorien sind Ideen aus Hessen ausgezeichnet worden. Durch die Kreativität und Innovationskraft, die von den Projekten ausgeht, werden gesellschaftliche und kulturelle Impulse gesetzt, die weit über unsere Landesgrenzen hinaus sichtbar sind“, sagte Wintermeyer.

„Hinter den ‚Ausgewählten Orten 2012‘ stehen Ideen, die begeistern – von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland“, gratulierte Tilman Wittershagen von der Deutschen Bank.
Alle 365 Projekte präsentieren sich im Laufe des Jahres jeweils an einem speziellen Tag als „Ausgewählter Ort“ der Öffentlichkeit. Auch wird es 2012 für alle Preisträger noch einmal spannend: Aus den 365 „Ausgewählten Orten 2012“ kürt die Jury für jede der sechs Wettbewerbskategorien jeweils einen Bundessieger. Diese stehen als Leuchttürme für die inhaltliche Qualität des Wettbewerbs und die Innovationskraft Deutschlands. Zudem stellen sich im Sommer wieder alle 365 Orte der Wahl zum Publikumssieger, an der sich ganz Deutschland im Rahmen einer Online-Abstimmung beteiligen kann. Die sechs Bundessieger und der Publikumssieger werden im Herbst auf einer feierlichen Veranstaltung ausgezeichnet und geehrt.


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Quelle: TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH