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17.04.2012

TU München/Amgen Gemeinschaftspatent löst Meilensteinzahlung aus

Europäisches Patentamt erteilt EP-Patent für auslizenzierte Antikörper-Technologie, die von der TUM und Amgen entwickelt wurde. Die Bayerische Patentallianz GmbH hat die TUM bei den Lizenzierungsverhandlungen mit Opsona Therapeutics vertreten.

Das Europäische Patentamt hat nun ein EP-Patent für eine Antikörper-Technologie erteilt, die sich gegen den Toll-ähnlichen Rezeptor 2 (toll-like receptor, TLR2) richtet und von der Technischen Universität München (TUM) und Amgen entwickelt wurde. Die Erteilung des Patents, das exklusiv an die Arzneimittelentwicklungsfirma Opsona Therapeutics lizenziert wurde, hat eine Meilensteinzahlung für die TUM, Amgen sowie die Erfinder ausgelöst. Dabei handelt es sich um die dritte Zahlung im Zusammenhang mit dieser auf die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen abzielenden Technologie. Die Bayerische Patentallianz GmbH, die Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen, hat die TUM bei den Lizenzierungsverhandlungen vertreten.



TLR2 spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf zahlreicher nicht-pathogener Entzündungen wie ischämischen Reperfusionsschäden (verzögerte Transplantatfunktion bei Nierentransplantation, Herzinfarkt), bestimmten Krebs- und Autoimmunkrankheiten, Diabetes, Alzheimer und Atherosklerose. TLR2 ist eine Schlüsselstruktur des natürlichen Abwehrsystems und Bestandteil der ersten Verteidigungslinie des Körpers gegen mikrobielle Organismen. Bei entsprechender Stimulation löst TLR2 Entzündungen aus und fördert diese. TLR2 wird durch so genannte externe Gefahrensignale (mikrobielle Zellwandbestandteile) sowie interne Gefahrensignale aktiviert, die durch Gewebeverletzungen erzeugt werden.

Dieses Patent (EP 1 664 118 B1) beschreibt einen kreuzreaktiven Antikörper, der speziell TLR2 von Säugetieren blockiert und eine pharmazeutische Zusammensetzung für die Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen liefert. Das kürzlich erteilte Patent wurde der TUM und Amgen zuerkannt und wurde exklusiv von Opsona Therapeutics lizenziert. Mit der Lizenz von TUM/Amgen hat Opsona einen klinischen TLR2-Antikörper-Wirkstoffkandidaten unter der Bezeichnung ‘OPN-305’ entwickelt. OPN-305 ist ein humanisierter, monoklonaler IgG4-Antikörper (MAb), der TLR2 antagonisiert und im Hinblick auf die präventive Behandlung der verzögerten Transplantatfunktion (Delayed Graft Function - DGF) nach Nierentransplantationen sowie für weitere therapeutische Indikationen entwickelt wird.

Opsona hat mit seinem führenden Wirkstoffkandidaten OPN-305 eine klinische Phase-1-Studie mit gesunden Probanden erfolgreich durchgeführt. Dies ist die erste Studie an Menschen mit OPN-305 und zudem die erste klinische Studie für einen Anti-TLR2-Medikamentenkandidaten. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Phase-1-Studie plant das Unternehmen in 2012 die Initiierung einer zweiteiligen, multizentrischen, doppelblinden und Placebo kontrollierten klinischen Studie. Dabei soll die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von OPN-305 an nierentransplantierten Patienten mit hohem Risiko für DGF als die erste klinische Zielindikation für die Entwicklung von OPN-305 evaluiert werden. Vor dem Hintergrund der heutigen Ankündigung sagte Mary Reilly, VP Pharmaceutical Development and Operations von Opsona Therapeutics: "Diese Patenterteilung ist ein wichtiger Meilenstein für Opsonas Entwicklung des Portfolios geistigen Eigentums im Bereich von TLR2 und wird im stetig wachsenden Bereich der TLR2-mediierten Erkrankungen eine Marktexklusivität in der Verwendung von OPN-305 ermöglichen.”


Opsona Therapeutics
Opsona - ein Arzneientwicklungsunternehmen für Immunologiearzneimittel - hat sich auf neuartige Behandlungsansätze zur Bekämpfung von Krankheiten spezialisiert, bei denen das angeborene Immunsystem eine zentrale Rolle spielt, beispielsweise Autoimmun- und Entzündungserkrankungen, Transplantatabstoßung, Krebs, Diabetes, Alzheimer und Atherosklerose. Das Unternehmen wurde im Jahr 2004 von drei der renommierten Immunologen des Trinity College in Dublin gegründet. Opsona betreibt zwei Programme, die das natürliche Immunsystem modulieren, einschließlich von zwei biologischen und kleinmoleküligen Entwicklungskandidaten. Der führende Produktkandidat von Opsona, ein vollständig humanisierter monoklonaler IgG4-Antikörper (OPN-305), der auf den Toll-like Receptor-2 (TLR2) abzielt, hat sich in mehreren Tiermodellen als wirksam erwiesen und wurde kürzlich in einer klinischen Phase-1-Studie an gesunden Probanden getestet. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Phase-1-Studie plant das Unternehmen in 2012 die Initiierung einer zweiteiligen, multizentrischen, doppelblinden und Placebo kontrollierten klinischen Studie, bei der Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von OPN-305 an nierentransplantierten Patienten mit hohem DGF-Risiko als der ersten klinischen Zielindikation für die Entwicklung von OPN-305 evaluiert werden sollen. Im Mai 2009 hatte das Unternehmen die Platzierung von Beteiligungskapital in Höhe von € 21,3 Millionen bei Opsona durch ein internationales Investorenkonsortium bekannt gegeben, an dem Inventages Venture Capital, Novartis Venture Fund, Roche Venture Fund, Seroba-Kernel Life Sciences, Fountain Healthcare Partners und Enterprise Ireland beteiligt sind.
www.opsana.com


Bayerische Patentallianz GmbH
Die Bayerische Patentallianz GmbH vermarktet als zentrale Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften die Erfindungen von mehr als 18.000 Wissenschaftlern. Dabei unterstützt sie die Wissenschaftler, ihre Erfindung zu schützen und anschließend kommerziell zu nutzen. Für die Industrie stellt sie einen einzigartigen Zugang zum größten Technologiepool Bayerns bereit. Dank der international renommierten Forschungsqualität der bayerischen Universitäten und Hochschulen verfügt die die Bayerische Patentallianz GmbH über zahlreiche innovative und schutzrechtlich gesicherte Erfindungen aus den Bereichen Life Sciences und Physical Sciences.
www.baypat.de



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Quelle: Bayerische Patentallianz GmbH