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01.11.2004

Der TechnologieAllianz e.V. zu aktuellen Aspekten des Technologietransfers

Seit Februar 2002 profitieren die deutschen Hochschulen von der verbesserten Rechtslage bei Arbeitnehmererfindungen.

Erfindungen ihrer Mitarbeiter gehören nun der Einrichtung, die wiederum das Recht und die Verpflichtung hat, diese bestmöglich zu verwerten. Unterstützt werden die Hochschulen von Patentverwertungsagenturen (PVAs). Diese werden als Dienstleister für die deutsche Forschung initiativ durch die Bundesregierung gefördert und sollen sich sukzessive selbst finanzieren. Dabei ist eine bundesweite Infrastruktur von Verwertungsagenturen entstanden, die eine moderne Arbeitsteilung zwischen Forschung und Vertrieb vorsieht und wirtschaftliche Lösungen der deutschen Spitzenforschung regional und überregional sowie branchenspezifisch für die deutsche Wirtschaft bündelt.

Schutzrechte sind Währung für handelbares Wissen Schutzrechte zählen zu den etablierten und standardisierten Innovationsindikatoren in der Wirtschaft. Zudem basieren Markterfolge deutscher Unternehmen mit abnehmender Tendenz auf der Produktion von Gütern, aber zunehmend auf neuen Wissenslösungen. Da viele Unternehmen keine (breite) Forschung betreiben, können nicht alle benötigten Erfindungen im eigenen Unternehmen entstehen. Umso wichtiger werden Ein- und Auslizenzierungen. Als Konsequenz steigt der Handel mit Schutzrechten in den wissensdominierten Branchen in den letzten Jahren exponentiell an. Bereits ein Jahr nach Wegfall des „Hochschullehrerprivilegs“ haben die deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen (ohne Großforschungseinrichtungen, FhG und MPI etc.) 530 Patente angemeldet. Damit belegen sie den 22. Platz der „50 großen Patentanmelder“ in der Statistik des Deutschen Patent- und Markenamtes (Jahresbericht 2003).

Erfindungen und Forschungsleistungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Seit der Novellierung des Arbeitnehmererfinderrechtes (ArbNErfG), der Abschaffung des so genannten „Hochschullehrerprivilegs“, sind Hochschulen und Forschungseinrichtungen Eigentümer ihrer Arbeitnehmerfindungen. Hierdurch wurde die Rechtssituation an Hochschulen denen in der Wirtschaft angenähert. Haben Hochschullehrer dadurch vornehmlich „Privilegien“ verloren? Nach altem Recht mussten die Hochschullehrer nicht nur die Kosten für Patentanmeldung und Vermarktungsaktivitäten übernehmen, sondern waren zudem in allen spezifischen Fragen der Verwertung auf sich alleine gestellt. Neben den institutionellen Kernaufgaben von Lehre und Forschung als volkswirtschaftliche Investition erzeugen deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen zunehmend wissenschaftliche Spitzenergebnisse zur Nutzung in wirtschaftlich hochwertigen Produkten und Verfahren. Damit agieren Hochschulen am Markt und erzielen mit nachgefragten Wissensprodukten ihre Rendite.

PVAs als wirtschaftliche Transfereinrichtungen
Forschungsergebnisse aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die gleichzeitig technologische Innovation und wirtschaftliche Verwertbarkeit aufweisen, werden von Patentverwertungsagenturen als unabhängige Gutachter selektiert und professionell schutzrechtlich gesichert. Sie gehören damit zu den Premiumprodukten der deutschen Spitzenforschung. Die Arbeitsteilung zwischen FuE und Vertrieb sorgt dafür, dass sich Wissenschaftler auf ihre Kernkompetenzen als Innovatoren konzentrieren dürfen. Als externe Dienstleister und professionelle Vertriebspartner für die deutsche Forschung betreiben PVAs schon jetzt erfolgreich die Verwertung von geschützten Ergebnissen aus der Spitzenforschung. Ausgehend von den in den letzten beiden Jahren aufgebauten Schutzrechtsportfolios konnte bereits eine zweistellige Verwertungsquote erzielt werden. Dies beweist die Innovationskraft der deutschen Wissenschaft und die Wirksamkeit der PVAs als arbeitsteilige Vertriebs- und Lizenzagenturen.  
Verbesserter Mehrwert durch Angebotsvielfalt
Mit einer unternehmerischen Ausrichtung der deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird auch das Produktangebot an die Wirtschaft vielfältiger. Seit der Novelle des ArbNErfG können Industrieunternehmen neben Auftragsforschung und Forschungsvorhaben in partnerschaftlicher Kooperation auch hochwertige und schutzrechtlich gesicherte Forschungslösungen erwerben. PVAs ermöglichen Hochschulen, sich durch gezielte Markt- und Patentinformationen noch effizienter an den Marktentwicklungen und –bedürfnissen auszurichten, und unterstützen Unternehmen dabei, eine passende und patente Lösung aus der Forschung zu identifizieren. Die überregionale und branchenspezifische Ansprache mit qualifizierten Wissenslösungen durch die PVAs der TechnologieAllianz wird insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen aktiv und positiv aufgenommen.

Die TechnologieAllianz vereinigt Patent-, Verwertungs- und Technologietransfer-Agenturen in einem bundesweiten Netzwerk – ein flächendeckender Verbund, der über 200 wissenschaftliche Einrichtungen und über 100.000 Wissenschaftler repräsentiert. Die TechnologieAllianz erschließt Unternehmen das gesamte Spektrum innovativer Forschungsergebnisse deutscher Hochschulen und außeruniversitärer Forschungsstätten. Sie steht für exzellente, wirtschaftliche und durch Patente geschützte Forschungslösungen – als Angebot für die Wirtschaft und als Kooperationsplattform für ihre Mitglieder.

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Quelle: TechnologieAllianz