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24.09.2007

TechnologieAllianz – Spitzentechnologien ganz grün

Technologietransfer über schutzrechtlich gesicherte Forschungsergebnisse
TechnologieAllianz – Spitzentechnologien ganz grün
Die deutsche Wirtschaft nimmt im internationalen Wettbewerb in Sachen Umwelttechnik eine Vorreiterrolle ein.


Berlin-Potsdam, 24. September 2007 – Die deutsche Wirtschaft nimmt im internationalen Wettbewerb in Sachen Umwelttechnik eine Vorreiterrolle ein. Damit Umweltschutz auch zukünftig eine treibende Kraft für Innovation, Wachstum und bessere Lebensqualität ist, setzen die TechnologieAllianz, der Verband der Technologie- und PatentVerwertungsAgenturen, und ihre Mitglieder auf den ökologischen Erfindungsreichtum der deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungsstätten. Beispiele jüngst verwerteter umweltfreundlicher Spitzentechnologien und Know-how sind:

Ein Biomassevergaser, der Klär- und Faulschlämme, tierische Abfälle sowie sämtliche nachwachsende Rohstoffe, die in schüttfähiger Form vorliegen, in hochwertiges, nahezu teerfreies Brenngas mit circa 50 Prozent Wasserstoff umwandelt, welches zur direkten Stromerzeugung in Motoren und Turbinen benutzt werden kann. Durch das Verfahren wird sowohl die Gasreinigung minimiert, als auch der Anlagenaufbau wesentlich vereinfacht. Die Kassler GINo vermittelte das vom Institut für Thermische Energietechnik des Fachbereichs Maschinenbau der Universität Kassel entwickelte Verfahren Anfang des Jahres an die OHL Technologies GmbH aus dem hessischen Limburg. Unternehmen und Universität arbeiten zurzeit an einer Pilotanlage.

Ein Biomasse-Pyrolysereaktor, für den die Kaiserslauterer IMG einen Exklusivlizenzvertrag zwischen der Fachhochschule Bingen und einem Start-up-Unternehmen ausgehandelt hat. Der neuartige Pyrolysereaktor mit FLOX-Feuerung dient der thermischen Verwertung von problematischen Biomassen wie Getreide und halmgutartigen Bioenergieträgern sowie bei der Klärschlammentsorgung.

Eine Feststoffvergärungsanlage zur Methanisierung von Biomassen, mit der fast jedes biogene Material (auch Biomüll) unter Gewinnung von Biogas vergoren werden kann. Die Potsdamer ZAB Brainshell hat das neuartige Verfahren zur Gewinnung von Biogas durch Trockenvergärung in Exklusivlizenz an die bayrische Bioferm GmbH vergeben. Entwickelt wurde es von Mitarbeitern des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) und der Fachhochschule Weihenstephan, Abteilung Triesdorf. Mit Hilfe des Verfahrens lassen sich aus stapelbarer und schüttfähiger Biomasse durch einfache Prozessführung sehr gute Biogasausbeuten mit hohem Methan- und niedrigem Schwefelwasserstoffanteil erzielen. Im Vergleich zur Nassvergärung ist bei der Feststoffvergärung die Materialaufbereitung in der Vorbereitung sehr einfach. 11 Anlagen wurde bereits fertig gestellt, weitere 16 Planungsaufträge befinden sich derzeit kurz vor der Genehmigung.

Eine Chevrondüse zur Minimierung von Lärmemissionen, deren Schutzrechte die Berliner ipal für die Erfinder vom Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik der Technischen Universität Berlin jüngst an die Spheros GmbH verkaufte. Das im Großraum München ansässige Unternehmen ist auf Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme für Omnibusse spezialisiert. Die in Kooperation entwickelte Düse erzeugt durch ihre spezielle Geometrie ein Verwirbelungsprofil, das die hauptsächlich für die Erzeugung von Strahllärm verantwortlichen Wirbel zum Großteil in ihrer Entstehung behindert und so deutlich die Lärmemissionen von Standheizungen für Busse reduziert.

Ein Peltier-Heiz- und Klimagerät (PHK), das die Münchener Fraunhofer-Patentstelle für die Deutsche Forschung für einen Breisgauer Elektromeister verwertet hat. Für das Gerät, das mit seiner speziellen Anordnung der Peltierelemente zum Heizen oder Kühlen sehr leise und vor allem sehr energiesparend arbeitet, erhielt der Erfinder 2004 einen Umweltschutzpreis. Obwohl elektrisch betrieben, beläuft sich der Energieverbrauch auf etwa ein Siebtel herkömmlicher fossiler Systeme. Im Januar 2007 übernahm ein Schweizer Unternehmen die Herstellung von Mustergeräten. Das PHK soll noch in diesem Jahr in die Serienproduktion gehen.

Doch nicht nur in den Bereichen Energie & Umwelt können die deutschen Technologie- und Patentvermarktungsgesellschaften ständig neue Innovationen und Verfahren vermitteln. In sämtlichen Schlüsseltechnologiefeldern bieten sie der deutschen Wirtschaft fortlaufend hochattraktive Technologieangebote. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass die Forschungsergebnisse bereits schutzrechtlich gesichert und auf ihre ökonomische Relevanz geprüft sind. Das reduziert für die Unternehmen nicht nur das Risiko der Fehlentwicklung, sondern ermöglicht ihnen auch einen Vorsprung im Zeitwettbewerb um innovative Produkte sowie eine wirtschaftliche Vermarktung in Monopolstellung.

Über die TechnologieAllianz
Die 1994 gegründete TechnologieAllianz e.V. ist ein Verbund deutscher Technologie- und Patentvermarktungsgesellschaften. Er wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt und ist ein bundesweites Netzwerk zur Vermarktung von Technologien aus der deutschen Wissenschaft. Die 27 Mitglieder der TechnologieAllianz vertreten über 200 wissenschaftliche Einrichtungen mit mehr als 100.000 patentrelevanten Wissenschaftlern und erschließen Unternehmen das gesamte Spektrum innovativer Forschungsergebnisse deutscher Hochschulen und außeruniversitärer Forschungsstätten. Kooperationen mit Partnerverbänden wie dem BDI oder dem in Brüssel ansässigen Verband der europäischen Wissenstransfereinrichtungen ProTon Europe dienen der Optimierung der Verwertungsinfrastruktur. Eine Auswahl von Technologieangeboten kann unter www.technologieallianz.de eingesehen beziehungsweise auf Nachfrage bei Geschäftsstelle der TechnologieAllianz angefordert werden.

Weitere Informationen:
TechnologieAllianz e.V.
Stefanie Zenk
c/o ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH
Steinstraße 104-106
14480 Potsdam
Tel.: +49 (0) 331 660-38 16
Fax: +49 (0) 331 660-32 02
E-Mail: zenk@technologieallianz.de
www.technologieallianz.de

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Quelle: TechnologieAllianz