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23.11.2006

Rostocker Mediziner erhält Preis für Innovationen in der Unfallchirurgie von dem Internationalen Küntscher Kreis

Oberarzt und Privatdozent Dr. Georg Gradl, der kürzlich sein eigenes Unternehmen, die Gradl Medizintechnik GmbH, aus der Universität Rostock ausgründete, erhielt für seine herausragenden Forschungsergebnisse den Klaus-Klemm-Innovationspreis.

Vom 21. bis 23. September 2006 fand das 20. Treffen des Internationalen Küntscher Kreises, dem Verein zur Förderung von Verfahren zur Knochenbruchbehandlung e.V., in Berlin statt. Hier begegnen sich jährlich zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler, die in Fachvorträgen und Diskussionen Informationen zur Unfallchirurgie und Skelettkrankheiten austauschen. Neben Wissenschaftlern aus dem osteuropäischen Raum, den USA, Griechenland, den Niederlanden und Österreich waren viele deutsche Forscher anwesend. Unter ihnen Dr. Georg Gradl von der Universität Rostock.

Der Internationale Küntscher Kreis vergab in diesem Jahr den Klaus-Klemm-Innovationspreis – ein Preis für Innovationen in der Unfallchirurgie – an Herrn Dr. Gradl. Damit zeichnete der Internationale Küntscher Kreis die hervorragenden Forschungsergebnisse Gradls auf dem Gebiet der Unfallchirurgie aus. Speziell handelt es sich um die Entwicklung eines neuartigen Nagels zur Behandlung von Handgelenksfrakturen. Diese Frakturen waren bislang nicht mit Nägeln zu behandeln. Mit dem neuen Marknagel von Herrn Dr. Gradl hingegen eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten der Therapie. Mit einer minimal invasiven Operationstechnik soll sich das Implantat durch kleine Schnitte aber auch durch größtmögliche Stabilität auszeichnen. Vor allem auch Frakturen mit begleitender Osteoporose sollen damit, so hofft man, gut versorgt werden können. Dieser Preis ist mit einer Prämie von 5.000 Euro verbunden.

Gerhart Küntscher (1900-1972) ist der Entwickler der Marknagelung, speziell des Detentionsnagels. Damit schuf er die Grundlage zur Behandlung sämtlicher Knochenbrüche und konnte die Gefahren und Nachteile der konservativen und offenen operativen Methoden umgehen. Küntscher versicherte damals bereits die absolute knöcherne Heilung und das ideale anatomische und kosmetische Resultat, kürzeste Behandlungsdauern und rasche vollständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.

Dieser Detensionsnagel wurde u. A. durch Klaus Klemm weiter entwickelt und mit Einverständnis von Küntscher später als Verriegelungsnagel bezeichnet.


Quelle: PVA Mecklenburg-Vorpommern AG